STETTINER HÜTTE

Categories: Wettbewerb

Der Bauplatz der Stettiner Hütte ist gekennzeichnet durch die von Menschenhand angelegte Terrasse in unmittelbarer Nähe des Eisjöchls am Übergang des meraner Höhenweges zwischen Pfelders und dem Pfossental. Das Thema der Aussicht und des Panoramas ist durch diese künstliche Terrasse bereits architektonisch definiert und soll durch den Neubau nochmals überhöht werden.

Ein Pentagon im Grundriss spielt diese Terrasse von Osten über Süden nach Westen frei. Diesem kompakten und in sich zentrierten pentagonalen Baukörper mit drei Ebenen gelingt eine präzise architektonische Setzung in Bezug auf die Einfügung des Baukörpers in das Landschaftsbild und die Abstimmung auf das bauliche Umfeld. Das flach geneigte Satteldach mit einfache Linienführung vervollständigt das kompakte Erscheinungsbild des Baukörpers.
Eine denkbar einfache Disposition des Hauptgeschosses (Gastronomie) erlaubt eine optimale Anordnung der Funktionsbereiche und Organisation der funktionalen Zusammenhänge.

Der Lawinenschutz wird in den Baukörper integriert: zwei Außenmauern des Baukörpers werden als massive Schutzmauern in Stahlbeton und Stein ausgeführt und bilden einen Lawinenkeil. Auf umfangreiche Erdbewegungen zur Realisierung einer Lawinenschanze kann so verzichtet werden. Das Schutzhaus selbst wird in vorgefertigter Holzbauweise ausgeführt und findet hinter der massiven Mauer den notwendigen Schutz. Konstruktion, Materialität und die Disposition der Öffnungen werden entsprechend den einwirkenden Kräften der Lawinengefahr ausgeführt.

Dietmar Trebo mit Arch. Luca Canali, Arch. Hannes Ladstätter  und Arch. Jury Seeber